Samstag, 13. Oktober 2018

Fibu auf Reisen


Fibu lief am Strand entlang und schaute aufs Meer hinaus. Er war allein losgezogen, um auf dieser Insel nach Wolkensteinen zu suchen, als ihm plötzlich eine merkwürdige Kreatur den Weg versperrte.


Neugierig geworden schaute Fibu sich den Neuankömmling genauer an. So etwas Komisches hatte er noch nie gesehen. Es war wohl auch ihre erste Begegnung mit einem Wolkenkraken, denn das Geschöpf hob drohend ihre erstaunlich langen Arme und kam langsam auf ihn zu.



Sie schien ihn packen zu wollen, doch Fibu ließ sich davon nicht einschüchtern. Sie umrundeten sich abschätzend und das Geschöpf versuchte Fibu auf eine Klippe zu zu drängen.
Die hat sicher noch nie einen Wolkenkraken getroffen‘, dachte Fibu amüsiert bei sich und spielte das Spiel neugierig mit.

Was würde sie wohl tun, wenn er einfach über die Klippe hinaus schwebte?


Gerade, als er beschloss, dass er genug hatte von dem Schauspiel, präsentierte die Gottesanbeterin plötzlich ihre großen schillernden Flügel. Sie wollte ihn wohl beeindrucken. Eine Windböe erfasste sie und warf sie über die Klippe.

Geistesgegenwärtig griff Fibu nach ihren Fangarmen. Dank der Saugnäpfe konnte er sie mühelos festhalten, ohne sich dabei an den langen Greifarmen zu verletzen.


Er half ihr wieder auf festen Boden zu gelangen. Erschrocken rappelte sie sich auf und sah ihn verwundert an.
„Warum hast du mir geholfen? Habe ich dich eben nicht erschreckt?“
„Weist du, ich bin ein Wolkenkraken, ich kann fliegen und auch das Wasser macht mir nichts aus.  Ich habe deine schönen Flügel bewundert, die du mir so bereitwillig gezeigt hast. Da konnte ich dich doch nicht einfach ins Wasser fallen lassen.“
„Ähm, ja, richtig, die habe ich dir gezeigt. Freut mich, dass sie dir gefallen.“, stammelte die Kreatur verlegen.  
„Ich bin Irmgard. Und das sind meine Freunde. Ich war mir nicht sicher, ob wir dir trauen können. Tut mir leid, falls ich dich erschreckt habe. Vielen Dank für deine Hilfe!“


„Gern geschehen. Ich bin Fibu, ein Wolkenkraken. Ich bin auf der Suche nach ein paar ganz besonderen Steinen.“
Fibu erzählte seinen neuen Freunden von den Wolkensteinen und seinem Vorhaben die Steine zu finden und den Menschen zu geben, in der Hoffnung sie würden die Kraken dann besser verstehen.
„Eine gute Idee. Schade, dass die Steine nicht auch bei anderen Tierarten funktionieren. Wir können dich bei deiner Reise leider nicht begleiten, aber solltest du je zu unserer Insel zurückkommen und unsere Hilfe benötigen, werden wir da sein.“, versprach Irmgard.
Sie blieben noch eine Weile bei ihm und zeigten ihm die Insel.
Als die Sonne begann unter zu gehen, rückte auch die Zeit des Abschied Nehmens näher.
Fibu musste zurück zu seinen Gefährten und seinem Luftschiff. Er wollte die Reise fortsetzen, die er begonnen hatte.
Und auch, wenn er auf dieser Insel keinen Wolkenstein gefunden hatte, so hatte er dafür etwas anderes, sehr wertvolles gefunden:



Freunde!




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